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Bartosz Zachlod – Violine
Kristina Altunjan – Violine
Anna Lewis – Viola
Carlos Campos Medina – Viola
Carsten Jaspert – Violoncello

 

Dieses Konzert-Programm begibt sich auf eine Reise gen Osten: nach Estland zu Arvo Pärt sowie in die damalige Sowjetunion, wohin der aus Warschau stammende Mieczysław Weinberg vor den Nazis flüchtete. Dazu gibt es das bedeutendste kammermusikalische Werk Anton Bruckners, sein Streichquintett F-Dur.

Kunst in prekärer Zeit
Was die Sowjetbürger Pärt und Weinberg verband, war das Komponieren unter den Bedingungen eines autoritären Regimes. Während Pärt seine Zuflucht in der Religion suchte – “Fratres” ist ein besonders eindrucksvolles Dokument dieser Rückbesinnung -, fand Weinberg zu einem ganz persönlichen Stil zwischen Heiterkeit und Schmerz. In seinem Streichtrio von 1950 umrahmen zwei Tanzsätze ein tiefernstes Andante in Form einer Fuge.

Kleine Form ganz groß
Auch ein Sinfoniker braucht mal Erholung: 1878, nach Abschluss seiner Fünften, widmete sich Bruckner der kleinen Form. Wobei sich “klein” nur auf die Besetzung bezieht: In Sachen Länge und Anspruch nimmt es sein Streichquintett locker mit einer Sinfonie auf. Und der Bruckner-Stil mit seinem harmonischen Reichtum und der melodischen Tiefgründigkeit zieht auch im reinen Streichersound unweigerlich in seinen Bann. Selbst Skeptiker des Komponisten ließen sich von diesem Werk überzeugen!


Innerlichkeit

Arvo Pärt
Fratres (Fassung für Streichquartett)

Mieczysław Weinberg
Streichtrio op. 48

Anton Bruckner
Streichquintett F-Dur WAB 112

 

Foto © NDR Radiophilharmonie

*Die angegebene Länge der Veranstaltung kann variieren und sich ändern.


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